Kinderbrillen

Die Zeit der Brillenschlange ist längst vorbei

Zum Glück hat die Mode und auch das Bewusstsein für modische Brillen, in den Kinderbrillenkollektionen Einzug gehalten. Hänseleien wie „Brillenschlange“ gehören damit der Vergangenheit an. Aber grade für unsere Kids sollten die Brillen nicht nur modisch sein. Sie muss auch gut sitzen und darf beim Herumtollen oder beim Sport nicht störend rutschen.

Kinderaugen sollten mindestens 1x im Jahr überprüft werden, denn sie wachsen noch. Auch die Brille sollte regelmäßig auf Sitz und Tragekompfort kontrolliert und gegebenenfalls angepasst werden.

Unsere Empfehlung für Kinderbrillen:

  • die Fassung sollte leicht und stabil sein
  • das Glas sollte möglichst leicht und robust sein (hier empfiehlt sich ein Kunststoffglas)
  • die Brille sollte das Gesicht ihres Kindes nicht entfremden – die Begrenzung nach oben sollte der Unterrand der Augenbraue, nach unten die Übergangsfalte zwischen Lidhaut und Wangenhaut und nach außen der Rand der Schläfe sein.
  • lassen Sie Ihr Kind die Brille mit aussuchen, dann wird es die Brille auch gerne tragen

Warum nicht mit der Brille warten, bis das Kind größer ist?
Wir lernen durch Sehen, so wie wir z.B. Laufen lernen: durch ständiges Üben. Allerdings beginnt das Seh-Training viel früher im Leben, nämlich im ersten „Augenblick“. Nur wenn auf der Netzhaut beider Augen ein gleich scharfes Bild enststeht, kann sich das beidäugige Sehen voll entwickeln.
Der Zeitraum für diesen Lernprozess ist begrenzt. Versäumtes lässt sich nur innerhalb der ersten Lebensjahre nachholen, denn die Fähigkeit dazu verringert sich von Jahr zu Jahr – je nach Art der Störung sogar von Monat zu Monat.

Schon alleine deshalb sollte unbedingt bei dem geringsten Verdacht, dass mit den Augen des Babys etwas nicht stimmt, ein Augenarzt zu Rate gezogen werden. 

Aber auch, wenn mit den Augen alles in Ordnung scheint, können Babys fehlsichtig sein. Das Risiko, dass die Eltern nichts davon merken und der Fehler auch bei den gesetzlichen Vorsorge-Untersuchungen nicht auffällt, ist sehr groß. Die meisten Fehlsichtigkeiten müssen aber spätestens mit zwei bis drei Jahren durch eine Brille korrigiert werden, um lebenslange, nicht mehr gutzumachende Seheinbußen zu vermeiden.

Deshalb fordern Kinder- und Augenärzte gemeinsam: Jedes Kind sollte spätestens mit 30 bis 42 Monaten augenärztlich untersucht werden!
(Quelle: www.dog.org – Deutsche ophthalmologische Gemeinschaft für Augenheilkunde)

Mehr